New York Billiger: Flohmärkte und Märkte

Die Wettergötter haben angeblich beschlossen, dass am Wochenende auch in New York der Frühling Einzug halten soll. Wenn ich jetzt mal von mir auf andere schließe, dann beschert uns das neben viel Lust auf Aktivitäten im Freien auch den unbändigen Drang, mal wieder Frühlingsputz zu machen. Das bedeutet – Altes raus, Neues rein! Oder wie der New Yorker sagt: Out with the old, in with the new! Umsonst ist bei Flohmärkten natürlich nur der Eintritt, aber Ihr findet bestimmt das eine oder andere Schnäppchen. Zeit für einen Flohmarktbesuch also:

– Der Brookly Indie Market ist nicht wirklich ein Flohmarkt, aber er findet dieses Wochenende, am 4.+5.4.09 in Carroll Gardens statt. Dort gibt es statt Flohmarkt-Tand Mode, Schuck, Kunst und Design von jungen Kreativen aus Brooklyn. Auf der Webseite erfahrt Ihr mehr über die teilnehmenden Designer und die nächsten Indie Market Termine.

–  Brooklyn Flea könnt Ihr dieses – und jedes andere – Wochenende besuchen. Im Winter wechselt der Markt, der auch mehr Kunsthandwerks- als Flohmarkt ist, in eine Halle, ab Ende April wird das Geschehen wieder nach draußen verlegt.

– Der Hell’s Kitchen Flea Market bietet sich für Touristen an, da er unweit von Midtown Manhattan liegt und somit auch als Abstecher an einem Sightseeing-Tag eingebaut werden kann. 6th Avenue zwischen 24th und 27th St, Sa+Sonntags.

– The Garage ist ein Ableger des Hell’s Kitchen Flohmarkts, es gibt sogar einen Shuttle-Bus zwischen den beiden Flohmärkten. 112 West 25th St, zwischen 6th und 7th Ave, Sa+Sonntags.

Soho Antiques Fair ist wie der Name schon sagt angeblich ein Antiquitätenmarkt, aber das ist bei vielen der verkauften Möbel und Klamotten wohl eher ein Euphemismus für „alt“, wie es sich bei einem Flohmarkt eben gehört.  Ecke Grand Street/Broadway, nur Sonntags.

– Chelsea Flea Market ist scheinbar so ein Geheimtipp, dass er nicht mal eine Website hat. 6th Ave und 26th St, Sa/Sonntags (?).

PS 321 ist benannt nach der gleichnamigen Schule in Park Slope (Brooklyn), zu deren Gunsten der Erlös des Flohmarkts geht. 7th Avenue zwischen 1st und 2nd St. Brooklyn, Sa+Sonntags.

Greenflea ist nicht nur ein Flohmarkt (daher „flea“), sondern auch ein Wochenmarkt, bei dem Bauern aus der Region frisches Grünzeug verkaufen (daher „green“). Columbus Ave. zwischen 76th und 77th St, Sonntags.

– Der Noho Market ist eher ein Laden mit Flohmarkt-Flair, der 7 Tage die Woche geöffnet hat. Broadway und West 4th St.

– Der Really, Really Free Market ist für alle, die noch einen Schritt weitergehen und nicht nur billiges Zeug vom Flohmarkt, sondern kostenloses Zeug wollen. Jeder bringt mit, was er hat und nimmt mit, was er will. Klingt nach Utopie, macht aber Spaß. Unter dem obigen Link findet sich eine Email Adresse, unter der man Infos zur nächsten Veranstaltung bekommt. Update: der nächste Really Really Free Market findet am Sonntag, 30.8.09 von 15.00-19.00 statt, 55 Washington Square South, Manhattan

– Noch besser als billiger einkaufen sind sogenannte „Swaps“, bei denen man beim Frühlingsputz angefallene Klamotten, CDs, Bücher loswerden und gegen Ausgemistetes anderer Leute tauschen kann. Die meisten Swaps finden unregelmäßig statt, aber Google hilft. Regelmäßig findet der Clothing Swap am ersten und dritten Sonntag Abendim Monat statt: The Temple, 99 South 6th Street, Williamsburg, Brooklyn.

    One thought on “New York Billiger: Flohmärkte und Märkte

    • 9. September 2014 um 17:43
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      Beispiele: Columbus Avenue, Brooklyn Flea – Williamsburg
      Atmosphäre ähnelt jener auf deutschen Flohmärkten. Allerdings ist die Mentalität der Anbieter in New York ein klein wenig anders. Sie warten geduldig, bis sich Käufer an das jeweilige “Objekt” wagen – auf handeln sind sie getrimmt. Kurz vor 17 Uhr kann es den entscheidenden Rabatt geben. Wenn es aber dem Händler zu bunt wird, weil der Preis auf ein ungesundes Maß gedrückt werden soll, blockt er ab. Dies geschieht mit Nachdruck: Typische Kopf- und Handbewegung, nein bedeutend – man kommt da auch ohne Sprachkenntnisse aus. Oft werden Schreibgerät und Zettel gezückt, um den Wunschpreis zu fixieren. Manchmal trifft man sich in der Mitte bezüglich der Differenz. Typisch für New York: Danach gibt´s den obligatorischen Händedruck: “Geschäft vollzogen!” (Weniger bei Kleinzeug)
      NYC generell: Im Angebot sind auch Artikel des Kalifornischen Goldrausches, 1848 – bis 54. (Hier eine der größten Völkerwanderung in den Staaten) Es können Nuggets oder Gedenkmünzen sein. Auch alte Foto-Dokus, Gemälde u. Kunstdrucke gibt es, zudem Werkzeuge zum Goldschürfen nebst Trinkgefäßen „aus der Zeit“. Jedenfalls freut man sich – die Deutschen haben schließlich einen großen Anteil an genanntem Geschichtsereignis. Nicht zu vergessen: Die meisten der goldsuchenden Zuwanderer blieben in den Staaten – ihre Nachkommen sind zuweilen Sammler. Literatur California Goldrush: „Das Gold der Sierra Nevada“, 2012. Zu Antiquitäten: „Die Toten am Fort Point”, 2013.

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