Fotokurs mit Sightseeing: New York City Photo Safari

Ich würde gerne bessere Fotos machen, aber mein Wunsch ist so halbherzig, dass ich mich nie ernsthaft mit Kameratechnik, oder auch nur den Einstellungen meiner mittelguten Systemkamera, beschäftigt, geschweige denn einen richtigen Fotokurs gemacht habe. Warum also nicht das Nützliche mit dem Angenehmen verbinden und einen Fotokurs in New York machen, der Sightseeing, Motiv-Suche und Technik-Training in ein kurzweiliges Paket schnürt. Die New York City Photo Safari eröffnet jedem New York-Besucher – vom Schnappschuss-Amateur bis zum ambitionierten Hobbyfotografen – interessante Perspektiven auf die Stadt und hilft garantiert dabei, die Urlaubsfotos zu pimpen.

NYC Photo Safari Central Park
Ich hab angefangen mit der Iconic New York-Tour (Teil 1). Im Anschluss habe ich mich dazu entschieden, auch die Iconic New York-Tour (Teil 2) zu buchen.

Fazit vorab: Die Foto-Tour hat so richtig Spaß gemacht, ich hab noch mehr als erwartet gelernt und schöne Fotos mit nach Hause genommen. Wenn Ihr Euch überlegt, in New York einen Fotokurs zu machen, kann ich die Photo Safari uneingeschränkt empfehlen. Ich habe zwar keinen Vergleich zu anderen Anbietern, aber der Inhalt und die professionelle Durchführung der Touren ist kaum zu toppen.

NYC Photo Safari Empire State

Teil 1 der Iconic New York Photo Safari beginnt beim Empire State Building. Wir waren zu viert, die maximale Teilnehmerzahl liegt bei acht. Unser Guide Zim (Motto: Don’t shoot the squirrels!) ist mit ihrer direkten Art und ihrem trockenen Humor die perfekte New Yorkerin. Im Laufe der Tour merkt man, dass sie die typische Hassliebe der Locals mit der Stadt verbindet. Sie ätzt über ihre unübersehbaren Defizite und kann sich doch nie an ihr satt sehen. Zim, NYC Photo Safari guideDavon profitieren wir, wenn Zim uns die Sightseeing-Highlights, aber auch die unbekannten Winkel der Stadt zeigt.

Bei jedem neuen Motiv lässt unser Guide uns drauf los fotografieren, sieht sich die ersten Ergebnisse an und gibt jedem Einzelnen Tipps, um das eigene Bild zu optimieren. Dabei erfahre ich etwas über Perspektive, Bildausschnitt oder Belichtung, lerne eine neue Einstellung an meiner Kamera kennen oder werde geschimpft, weil ich eine der Grundregeln missachtet habe. Die Kritik wird zwar großzügig ausgeteilt, ist aber immer konstruktiv und hilfreich. Dabei schafft Zim es, Foto-Vollidioten wie mir sinnvolle Tipps zu geben, aber trotzdem den Typen mit der sündteuren Spiegelreflexkamera, der schon drei Fotokurse hinter sich hat, nicht zu langweilen.

Nach einem kurzen Abstecher zum Times Square und einer kleinen Fotosession in der Subway, fotografieren wir rund um das Rockefeller Center, an der Fifth Avenue und bei der St. Patrick’s Cathedral. Die Tour endet im Central Park.

Die dreistündige Tour war kurzweilig, auch als Sightseeing-Spaziergang sehr unterhaltsam, aber vor allem war ich erstaunt, wie viel ich in der kurzen Zeit wirklich lernen konnte.

Bei Teil 2 der Iconic New York Photo Safari hatte ich Glück im Unglück. Ich hatte mir gezielt einen Termin ausgesucht, bei dem ich den Sonnenuntergang und den Times Square bei Nacht fotografieren könnte, aber es regnet ununterbrochen, abwechselnd Nieselregen und strömender Regen. Auf unsere Frage, was man macht, wenn es regnet, sagt Zim: „Warten, bis es aufhört.“ Und wenn es nicht aufhört? „Heulen!“ Ganz ernst gemeint ist die Antwort aber nicht, denn wir wählen Option C und fotografieren erstmal einfach in der Grand Central Station.

NewYorkPhotoSafari-GrandCentral

Natürlich musste Zim ihre normale Tour-Route ein wenig umschmeißen, aber dafür haben wir mehr mit verschiedenen Einstellungen, Belichtung und Verschlusszeiten experimentiert. Diesmal waren wir sogar nur zu zweit, womit noch mehr Zeit für Hilfestellung Tipps und harte Kritik blieb.

Am Times Square hat dann mein Akku den Geist aufgegeben, also konnte ich gleich mal die Kamera meines neuen iPhone auf die Probe stellen.

Wie bei der ersten Foto-Tour habe ich auch hier wieder viel gesehen, gelernt und dabei Spaß gehabt. Wenn Ihr Euch jetzt meine Fotos anschaut und nicht überzeugt seid, dann glaubt mir einfach: vorher hab ich noch schlechtere Bilder gemacht. Seitdem ich zwei mal drei Stunden mit Zim verbracht habe, erinnere ich mich immer wieder an Dinge, die sie mir gezeigt und erklärt hat. Manches mache ich jetzt konsequent besser, Anderes vergesse ich dann doch wieder, aber insgesamt habe ich von dem Kurs profitiert und würde gerne beim nächsten New York-Besuch wieder einen machen.

Wem das alles noch nicht anschaulich genug ist – Dieses Video (auf Französisch und Englisch) vermittelt einen guten Eindruck von Zim und der New York City Photo Safari:

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