New York Umsonst: Mit der Fähre nach Staten Island

Es gibt genau einen Grund, warum eine Fahrt mit der Fähre nach Staten Island zu jedem New York Besuch gehört:

Freihehitsstatue und Bootsfahrt umsonst
Von der Fähre hat man eine tolle Sicht auf die Freiheitsstatue und kann diese Sehenswürdigkeit entspannt und kostenlos von der Sightseeing-Liste streichen. Natürlich gibt es noch ein paar andere gute Gründe, mit der Staten Island Ferry zu fahren… und einige Gründe, die dagegen sprechen:

Gründe für die Staten Island Ferry:

  • Die Fähre ist umsonst und pendelt rund um die Uhr zwischen Manhattan und dem fünften Stadtbezirk New Yorks.
  • Die riesigen Fähren-Terminals in Manhattan und auf der Insel sind imposant und auch die schiere Größe der Fähre veranschaulicht, wie viele Menschen täglich dieses öffentliche Verkehrsmittel nutzen.
  • Wenn man gute Anschlüsse erwischt und nicht Freiheitsstatue von der Staten Island Fähre aus auf der Insel verweilen will, dann kann man in einer guten Stunde hin und zurück fahren.
  • Neben der Freiheitsstatue sieht man auch Ellis Island, Governor’s Island und hinaus durch die Meerenge der New York Bay auf den offenen Atlantik.
  • Wenn man nicht gerade in der Stoßzeit an Bord geht, ist die Fahrt gemütlich und bietet eine schöne Gelegenheit, die Füße hochzulegen, wenn man den ganzen Tag unterwegs war.
  • Bei schönem Wetter bieten die Außendecks Platz zum schlendern, sitzen und um die Aussicht zu genießen. Bei schlechtem Wetter sieht man auch von innen durch die Panoramafenster die Landschaft vorbei ziehen.
  • Das Bordrestaurant bietet Essen und Getränke (auch Alkohol – angeblich darf man sogar mitgebrachten Alkohol trinken oder zumindest scheint es niemanden zu stören). Man kann also die Zeit fürs Frühstück, Mittagessen, Nachmittagskaffee oder einen gemütlichen Sundowner nutzen
  • Wer jeden New Yorker Stadtteil gesehen haben will oder sogar eine bestimmte Sehenswürdigkeit auf Staten Island im Visier hat, kommt so kostenlos hin und zurück.

Gründe gegen die Staten Island Ferry:

  • Es handelt sich um eine Pendlerfähre, keine Touristen-Rundfahrt.Freiheitsstatuen-Souvenirs auf Staten Island Man bekommt keine Infos, keinen Kommentar, sondern wird wie tausende von Pendlern täglich an Bord gescheucht und auf der anderen Seite wieder entladen.
  • Staten Island ist nicht ohne Grund der Stadtbezirk, der einem nie einfällt, wenn man die Five Boroughs auflisten will. Manchmal wird SI als „das echte New York“ beschrieben, aber da stellt sich dann doch die Frage wie „echt“ man es haben will. Im Prinzip besteht die Insel hauptsächlich aus Vorstadt-Idylle – und dafür sind die wenigsten Besucher in New York.
  • Wenn man Pech hat und einen Anschluss verpasst, dann muss man im schlimmsten Fall eine halbe Stunde mit schlechtem Kaffee und kitschigen Souvenir-Shops auf Staten Island totschlagen.
  • Die Fähre ist eine komfortable und kostenlose Art, eines der berühmtesten Wahrzeichen New Yorks zu besichtigen, aber nicht gerade ein Geheimtipp. Sprich: auf die Idee sind auch Andere gekommen. Entsprechend gedrängt stehen die Touristen an einem sonnigen Tag an Bord und man spürt die Verachtung der Locals, die täglich in die Arbeit nach Manhattan pendeln.
  • Man sieht zwar die Freiheitsstatue von der Fähre aus, vor allem sieht man aber die Hinterköpfe und Kamera-Displays der anderen Passagiere.

Touristen auf der Staten Island Fähre

Wer mehr über die Statue und Ellis Island erfahren möchte, und die Aussichtsplattform oder gar die Krone der Freiheitsstatue besteigen will, der sollte lieber ein bisschen Geld (aktuell 18.50 $) ausgeben und sich mindestens einen halben Tag Zeit nehmen, um das Statue of Liberty National Monument zu besuchen. Wer lieber Geld spart, keine Zeit für einen ausgiebigen Besuch der Statue hat oder kein Ticket mehr bekommt, dem kann ich die Staten Island Ferry wärmstens empfehlen. Der Fahrplan steht hier online, und alle weiteren Infos zur Staten Island Ferry finden sich hier, aber da die Fähre alle 30 Minuten oder öfter fährt und man keine Tickets braucht, kann man jederzeit spontan an Bord gehen und Lady Liberty im Vorbeifahren zuwinken.

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