New York Umsonst: Sex and the City Do-it-Yourself

New York Umsonst: Sex and the City Do-it-Yourself

Klar, Ihr könntet auch die Sex and the City Bustour machen. Aber die klingt schrecklich, jeder New Yorker wird Euch hassen und sogar innerhalb der Hierarchie der verachtenswerten Touristen werdet Ihr noch unter den Landpomeranzen, die mitten am Times Square stehen bleiben, um ihren Stadtplan zu lesen, eingeordnet.

Wenn eine SatC-Tour schon sein muss (und sogar ich gebe zu, dass ich wissen wollte, wo Carrie’s Haus steht), dann bitte zur Fuß, wie es sich in New York eben gehört.

West Village New York66 Perry Street, zwischen Bleecker und W 4th: Carries Wohnung

Die Tour beginnt also bei Carries Wohnung, denn schließlich hält die Hauptfigur von Sex and the City dort ihre endlosen, nervigen Monologe und schreibt die Kolumne, um die das ganze Geschehen der Serie kreist. Abgesehen davon, dass sich die Häuser in der Gegend kein Mensch leisten kann (zumindest keine freie Journalistin, die allem Anschein nach ca. 15 Minuten pro Tag arbeitet und den Rest mit shoppen, lunchen und partyhoppen verbringt – die millionenschwere Sarah Jessica Parker hat dagegen tatsächlich ein Haus um die Ecke) ist diese Nische des West Village die perfekte Location. Hier findet man das locker-lässige New York aus dem Bilderbuch, auch wenn in der Serie verschwiegen wird, dass dieser Lebensstil seinen Preis hat.

401 Bleecker Street, Ecke W 11th: Magnolia Bakery Weiterlesen

New York Billig: Fleet Week 2010

Oh no! Jetzt hab ich schon sooo lang nix mehr geschrieben. Und dann vergess ich auch noch die Fleet Week! Naja, dann schreib ich halt jetzt über die Fleet Week und Ihr geht dann nächstes Jahr hin, okay? Fleet Week NYC 2010!

fleet week matrosen im central parkIn der Woche vor dem Memorial Day legen die US Navy, US Coast Guard und tausende Matrosen in New York an. An den Piers können die New Yorker die Schiffe besichtigen, während deren Besatzungen die Stadt erobern. Manche möchten gern hübsche Mädchen kennen lernen. Andere freuen sich eher über hübsche Jungs. Alle sind jedenfalls saufroh, heimischen Boden unter den Füssen zu haben und eine Woche lang New York genießen zu dürfen.

matrosen in der New yorker ubahnDie Fleet Week ist also vor allem ein Traum für alle Frauen und Männer, die auf Männer in Uniform stehen. Die Fleet Week in New York ist im Prinzip umsonst und findet überall in der Stadt statt. Diese eine Woche im Mai sieht man überall auf den Strassen Manhattans Matrosen in ihren feschen Ausgehuniformen. Ich hab mich leider nie getraut, mich einem Matrosen für ein Foto in die Arme zu werfen, also gibt’s nur diese verstohlenen Fleet Week-Schnappschüsse. Ein guter Ausgangspunkt für die Suche nach dem hübschesten Matrosen der Stadt ist der Times Square. Obwohl es dort keine Nutten und Pornokinos mehr gibt, wimmelt es in der Fleet Week von Matrosen, die fragt Ihr dann einfach, wo die grossen Fleet Week Parties statt finden. Ahoi!

New York Umsonst: Oster Parade

Die Oster Parade in New York ist eigentlich keine richtige Parade. Besonders österlich ist sie auch nicht.

osterparade-newyorkDie New York Easter Parade hat im Gegensatz zu den üblichen Paraden der Stadt keinen Umzug oder bunte Festwagen zu bieten. Die Parade ist eher ein gemütliches Schlendern auf der gesperrten Fifth Avenue, bei dem die Hüte der New Yorker die größte Attraktion sind. Die meist selbstgebastelten Kopf-Schmuckstücke können sich allerdings immer sehen lassen.

Die Easter Parade beginnt am Ostersonntag um 10:00. Bis zum Nachmittag spaziert man auf der Fifth Avenue zwischen 49th und 57th Street auf und ab und bewundert die Kostüme. Dafür muss man nicht besonders viel Zeit einplanen, aber wenn man schon an Ostern in New York ist, sollte man die Oster Parade unbedingt gesehen haben!

Wer genug gesehen hat, kann noch das jährliche Easter Eggstravaganza Fest im Central Park besuchen. Dort wird vor allem viel für die kleinen New York-Besucher geboten: Ostereierfärben, Puppentheater, Gesichtsbemalung, Musik und sogar ein Streichelzoo!

Das tolle Bild stammt von Bolly Bolonka

New York Umsonst: St. Patrick's Day Parade

newyork-patricks-dayIn New York leben mehr Iren als in Dublin. Spätestens am St. Patrick’s Day sind dann aber alle New Yorker irisch. Klar: die Iren sind ein allseits beliebtes Volk und am St.Patrick’s Day kann man in New York richtig gut feiern. Außerdem zieht die „Kiss me I’m Irish„-Nummer immer noch hervorragend! Wenn Ihr nicht unangenehm auffallen wollt, solltet Ihr also am 17. März zumindest Grün tragen.

Das Highlight der St. Patrick’s Day-Feiern in New York ist natürlich die Paddy’s Day Parade, die zu den größten der Welt zählt. Da marschieren stundenlang Musikkapellen und Tanzgruppen (sowie Feuerwehrmänner und ähnliche Augenweiden für Fans von Männern in Uniform) die 5th Avenue entlang. Glaubt also bloß nicht, dass Ihr an dem Tag in normalem Tempo die 5th entlang laufen könnt. Weiterlesen

New York Umsonst: Times Square Späßchen

New York Umsonst: Times Square Späßchen

times-square-nyDer Times Square ist momentan wieder in aller Munde (hier einen Blowjob-Joke oder erinnert sich eh schon niemand mehr an die Zeit, als der Times Square noch ein zwielichtes Rotlichtviertel mit Pornokinos war?). Der Times Square soll nämlich zur Fußgängerzone werden (und die Süddeutsche scheut bei der Gelegenheit kein schlechtes Wortspiel).

Auch jetzt gibt es schon viel zu tun am Times Sqare, vieles davon umsonst. Aber Achtung! Da gibt es zum Beispiel Touristengruppen aus den Flyover States (alles, was zwischen den Küsten liegt, wo New Yorker also höchstens drüber fliegen), die gerne extrem langsam laufen, dabei den ganzen Gehweg blockieren und New Yorker zur Weißglut bringen, blinkende Werbung allüberall, die bestimmt nix für Epileptiker ist, und Konsumterror so weit das Auge reicht.

Trotzdem sollte man nicht einfach einen weiten Bogen um den Times Square machen, sondern sich zumindest einen Kurzbesuch antun. Umsonst kann man da… Weiterlesen

New York umsonst: Peoplewatching

Peoplewatching, zu Deutsch „Leute gucken“, kann man natürlich überall auf der Welt betreiben. Aber nur in New York kann man so viele wunderbare, sonderbare, ungewöhnliche, abgewöhnbare, unglaubliche, unmögliche, todschicke und tödlich unschicke Menschen auf so kleinem Raum beobachten.

Hipster-und-SeniorenOb auf der Upper East Side unverschämt teuer aufgetakelte russische Milliardärinnen, am Times Square fettärschige (sorry, Political Correctness) Touristen, Drag- und Fashion Queens in Chelsea oder Lebens- und Selbstdarstellungskünstler an der Lower East Side, in New York gibt es überall faszinierende Menschen zu beobachten, denn die Menschen machen New York erst zu dem, was es ist.

Die jungen Hipster neben der rauchenden Oma auf dem rechten Bild illustrieren für mich das friedliche Nebeneinander (nicht unbedingt Mit-, aber immer Nebeneinander) der verschiedensten Lebensentwürfe…

Warsaw-Essenstheke…oder die gute Seele, die bei Konzerten im Warsaw in Brooklyn lecker Pierogi verkauft und daran erinnert, dass auch das gentrifizierte Brooklyn noch immer ein Flickerlteppich der unterschiedlichsten Immigrationsgeschichten ist, in diesem Fall der polnischen Einwanderer, die sich hier ihr Klein-Warschau geschaffen haben…
Weiterlesen